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„Mama, ich will später mal Leben retten“

Ein Artikel über den Weg in das Medizinstudium

Von Leonie Stoll

Arzt bzw. Ärztin werden - einer der wohl am meisten genannten Berufswünsche unter Kindern. Doch scheint dieser Wunsch vielen treu zu bleiben, denn im Jahr 2019 gab es über 40.000 Bewerber*innen für das Medizinstudium in Deutschland. Für viele ist das jedoch ein Traum geblieben. 2019 gab es gesamt rund 9.000 Studienplätze. Das entspricht nicht ganz einem Viertel der Bewerber*innenzahl. Wer entscheidet, wer studieren darf und wer nicht? Das wollte ich herausfinden...

Grafik: © Leonie Stoll

Die Annahme, dass man, um Medizin zu studieren, unbedingt einen Abiturschnitt von 1,0 erreicht haben muss, ist weit verbreitet. Auch wenn der Studiengang zulassungsbeschränkt ist und in den meisten Bundesländern einen Numerus Clausus von 1,0 hat, muss diese Anforderung nicht unbedingt erfüllt werden. Das liegt an dem komplexen Auswahlverfahren für die medizinischen Studienplätze.

Kurz gesagt werden nur 30 % der Studienplätze über die Abiturbestenquote vergeben. Diese richtet sich direkt nach der erreichten Punktzahl im Abitur. So wird zunächst eine Rangliste pro Bundesland erstellt, welche die Bewerber*innen nach ihrer Abiturpunktzahl sortiert. Anschließend werden diese zu einer bundesweiten Liste zusammengefasst. Dabei wird aber die Bewerber*innenzahl je nach Bundesland sowie deren Bevölkerungszahl mit einbezogen. Angesichts der vielen Bewerber*innen erscheint es also wenig wunderlich, dass nur die Besten anhand dieser Liste einen Studienplatz erhalten.

Das heißt aber nicht, dass man mit keinem 1,0 Schnitt nicht Medizin studieren kann. Weitere 60 % der Studienplätze werden über das sogenannte Auswahlverfahren der Hochschulen vergeben, kurz AdH. Hier werden von jeder Uni Punkte pro Bewerber*in vergeben. Dabei gibt es nicht nur Punkte für die Abiturnote, sondern auch für weitere unabhängige Kriterien. Das ist zum Beispiel eine abgeschlossene Ausbildung oder anderweitige Berufstätigkeit im medizinischen Feld oder das Ergebnis bei einem Test, der die Studierfähigkeit beurteilen soll. Da gibt es den Test für medizinische Studiengänge, kurz TMS. Die meisten Universitäten vergeben im AdH Punkte für das Absolvieren dieses Testes. Insgesamt gibt es an jeder Uni 100 Punkte. Welches Kriterium wie viele Punkte ausmacht, entscheiden die Unis aber selbst. Es ist also ratsam, mal einen Blick in das AdH seiner Wunschuni zu werfen.

30 % und 60 % machen doch jetzt aber nur 90 %. Was ist mit den restlichen 10 % der Studienplätze? Die werden über eine sogenannte zusätzliche Eignungsquote vergeben, kurz ZEQ. Das wichtigste Kriterium ist hier, dass die Abiturnote dort keine Rolle spielt. Lediglich unabhängige Kriterien davon werden wieder zu einer Punktzahl addiert. Ähnlich wie im AdH gibt es hier maximal 100 Punkte zu erreichen und die Unis entscheiden selbst, welches Kriterium wie viele Punkte ausmacht. Der Test für medizinische Studiengänge wird dabei oft als ein Kriterium beachtet. Es wird deutlich, dass es sich lohnt diesen zu absolvieren, da er sowohl in der AdH als auch in der ZEQ berücksichtigt wird.

Dieser Test besteht aus 9 Untertests, die verschiedene Fähigkeiten testen sollen, die das Medizinstudium verlangt. Vom Umgang mit Einheiten und Größen, über das Umgehen mit Informationen aus Texten und Graphiken bis hin zum räumlichen Vorstellungsvermögen, wird man in all diesen Punkten getestet. Das Ergebnis des Testes erhält man dann in Form einer Punktzahl, die maximal 130 betragen kann. Der Durchschnitt schafft meist rund 100 Punkte. Alles darüber hinaus kann dir sehr wohl einen Vorteil im Auswahlverfahren zum Medizinstudium verschaffen.

Das Auswahlverfahren in dieser Form gibt es übrigens erst seit 2020. Durch den „Masterplan 2020“, der bei der Kultusministerkonferenz am 06. Dezember 2018 beschlossen wurde, wurde dieses Verfahren gerade umgestaltet. Eine der wichtigsten Änderungen - neben der neuen Wichtung der Abiturbestenquote, ZEQ und Adh - ist die Tatsache, dass es keine Wartesemester mehr gibt. Früher wurde einem die Zeit, die man nicht mit einem Studium verbracht hat, angerechnet. Das wird bis 2022 abgeschafft und momentan nur noch in der ZEQ berücksichtigt. Es macht also mittlerweile mehr Sinn, die Wartezeit mit einer beruflichen Tätigkeit im medizinischen Feld zu überbrücken.

Das alles mag auf den ersten Blick sehr verwirrend klingen, mit drei verschiedenen Quoten und den ganzen Kriterien, aber ich hoffe, dem ein oder der anderen einen besseren Durchblick zum Thema „Weg ins Medizinstudium“ verschafft zu haben. Wichtig ist es in jedem Fall, sich früh über die Möglichkeiten zu informieren, um so das bestmögliche Ergebnis im Auswahlverfahren zu erhalten.

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